Hochsensibel

Privat betriebenes Forum zum Thema Hochsensibilität

Gibt es Hochsensibilität wirklich?

Hochsensibilität und die Seele- Diskussion

Gibt es Hochsensibilität wirklich?

Beitragvon Claudia » So 7. Jun 2020, 00:31

Nochmal ein Video.

https://www.youtube.com/watch?v=sOAG6RKfqtc

Und es wird hier die Schwierigkeit dargestellt psychische Störungen von Hochsensibilität zu trennen. Darüber habe ich mir aber auch schon immer den Kopf zerbrochen. :ugeek:
Herzliche Grüsse!
Claudia
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Re: Gibt es Hochsensibilität wirklich?

Beitragvon Violett » Do 18. Jun 2020, 13:48

Auf der Ebene sieht es eh immer so aus.
Ohne Ganzheitlichkeit ist die Welt eckik und kantig, Halbwissen , so wie es verbreitet wird klingt sehr gruselig.
So etwas regt mich auf.

Es ist halt echt krass wie wenig darauf eingehen.
Andreseits werden diese Art der Menschen gerne eingestellt weil sie immer besondere Leistungen zu bieten haben
Violett, von fundierten Wissen in Deinen Beiträgen habe ich bisher aber auch noch nichts feststellen können und halte es weder für empathisch noch sensibel noch kompetent Dich in dieser Form hier zu äußern. Vielleicht findest Du ja noch die Möglichkeit Dich anders einzulassen!? Admin
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Re: Gibt es Hochsensibilität wirklich?

Beitragvon Violett » Do 18. Jun 2020, 13:54

war zwar nicht meiner aber von einer Bekannten:



In der Tat ist das Forum KEINE Werbeplattform! Es wäre gut, wenn es hier einen wirklichen Bezug zu Deinem Beitrag geben würde. Tut es aber leider nicht! Ich entferne alle Links und bitte Dich damit künftig überlegter umzugehen! Admin
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Re: Gibt es Hochsensibilität wirklich?

Beitragvon TaKat » Do 18. Jun 2020, 14:37

Claudia hat geschrieben:Und es wird hier die Schwierigkeit dargestellt psychische Störungen von Hochsensibilität zu trennen.


Ich hab das Video, jetzt nicht gesehen, aber was mir sofort dazu einfällt ist der Arbeitskollege meines Vaters der Psychologie studiert hat und kurzgefasst folgendes meint:

"Hochsensibilität ist eine Modeerscheinung. Nur wenige haben das wirklich und die haben AD(H)S. Das Wort Hochsensibilität gibt es nicht. Viele sagen sie seien es, weil das gerade modern ist. Er hat immer wieder Kongresse wo das angesprochen wird (Meinung der letzten Sätze)."

Ich hab meinem Vater von meiner HS erzählt, als ich sie noch nicht ganz verstand und einfach Unterstützung wollte. Was passierte? Er meinte "Das (die Symptome die in einem Video erklärt wurden) hat jeder und ich soll mir nicht irgendwas einreden. Das ist sicher was anderes." Er meinte dann er redet mit meinem Kollegen mal. Nach dem ersten Gespräch habe ich geweint, weil ich merkte er versteht es nicht und will es auch nicht. Als er mir am Tag drauf schrieb er fragt jemanden der das Wort vlt kennt hatte ich Hoffnung. Dann erzählte er mir am nächsten Abend was sein Kollege sagte (siehe oben) und er hat diese Meinung eins zu eins angenommen. Ich musste echt kämpfen erst zu weinen, als er weg war. Ich fühlte mich so alleine und schwor mir nie wieder mit jemandem darüber zu reden. Mein Vater war der Meinung ich habe lauter einzelne Probleme die er als Coach sich mit mir anschauen kann, aber das hat nichts miteinander (die einzelnen Probleme) zu tun. Das tat sehr weh...

Ich habe ein Monat gebraucht um mich ein bisschen davon zu erholen und habe in der Zeit weiterrecherchiert und mich durch die vielen neuen Gedanken und Erkenntnisse alleine durchgekämpft. Nach eben diesem Monat wollte ich dann doch irgendwie andere Menschen finden und habe das HS Forum gefunden das bald schließt von dem einige von euch hierher gewechselt sind. Hier habe ich mich sicher gefühlt und von meinen Problemen erzählt. Hier fand ich Leute die meine Probleme kannten und mich "In den Arm nahmen", also mir sagten sie wären auch so und ich bin nicht alleine. Das hat mir wieder Kraft gegeben. Es hat nach dem Gespräch mit meinem Vater drei Monate gebraucht bis ich mich einer Freundin (neben meiner besten Freundin die es von Anfang an wusste, also ich hab es ihr erzählt was ich raus gefunden habe und auch als Nicht HSP hat sie mich akzeptiert und mich unterstützt) anvertraut habe, da ich doch mit jemandem anderen außer meiner BF darüber reden können wollte.


Ja es gibt Hochsensibilität. Auch wenn viele das nicht sehen/wissen/... wollen. Selbst wenn Psychologen es bestreiten, es gibt doch viele die es spüren und dem "Konzept" der Hochsensibilität entsprechen und sich zugehörig fühlen. Sollen wir alle (jeder 5. bis 6. weltweit) uns das einbilden? Ich sage Nein.
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Re: Gibt es Hochsensibilität wirklich?

Beitragvon Claudia » Do 18. Jun 2020, 14:56

@ Takat war das das Video, welches ich da oben eingestellt habe?
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Re: Gibt es Hochsensibilität wirklich?

Beitragvon DesdiNova » Do 18. Jun 2020, 18:27

Hi Takat,

TaKat hat geschrieben:Selbst wenn Psychologen es bestreiten, es gibt doch viele die es spüren und dem "Konzept" der Hochsensibilität entsprechen und sich zugehörig fühlen.


Möchte bei deinem Rundumschlag gegen Psychologen kurz anmerken, dass es in meinem Fall ein Psychologe war, der Merkmale von HS bei mir gesehen hat und mich in das Thema eingeführt hat. Die "Erfinderin" von HS, Elaine Aaron, ist ebenfalls Psychologin.

Ganz so einseitig wie der Kollege von deinem Vater das dargestellt hat, ist das eben nicht. Das gilt auch für viele andere Felder der Wissenschaft, gibt immer Befürworter und Gegner von Thesen/Modellen/Konzepten.

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Re: Gibt es Hochsensibilität wirklich?

Beitragvon Violett » Sa 20. Jun 2020, 22:07

Liebe Admin, Ich finde es schade das du die Links rausgenommen hast , weil Es eine schöne möglichkeit war sich selbst ein umfassenderes Bild zu machen , welche Sichtweisen und möglichkeiten es so gibt, mit dem Thema umzugehen.
Es bringt ja nichts , wenn Ich Anfange Wissenschaftliche Darstellungen zu präsentieren , Fachlich Kompetent zu unterlegen und Psychologisch zu Analysieren , wenn Ja genau das die Sichtweise ist die Eindeutig nur auf eines ( wie im Video dargestellts) Ergebniss führen kann.
Mein Anliegen ist es, selbst zu endecken , das es extrem viele verschiedene Ansätze gibt , mit den der Hochensiblien-Fähigkeiten zu eigenen, grösseren und oft auch Methaphysischen Sichtweisen der direkten Umgebung, umzugehen , Sie zu nutze zu machen und ev. für viele ein Vorbild zu sein , und zu Lehren , wie komplexe Physikalische zusammenhänge mit einem erweitertenden Bewusstseinfeld , für neue Zusmmenhänge sorgen , die , Devenetiv , die Zukunft sein wird ;)
Also wenn man Hochsensiblen-Kongress googelt, kommen an die 80 Referenten , die Wissenschaftliche untermauerungen Präsentieren auf eine Ganzheitliche Sicht. einige Vorträge kosten was.
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Re: Gibt es Hochsensibilität wirklich?

Beitragvon Claudia » So 21. Jun 2020, 01:29

Liebe Violett, das ist hier aber ein Forum zur Diskussion und auch gerne mit Beleuchtung von Aspekten, die durchaus kritisch zu sehen sind.

Wie auch immer, ist eine Batterie von Links hier generell unerwünscht, wenn es dazu nicht mal von Dir persönlich einen Beitrag gibt, der darauf Bezug nimmt.
Dazu ist kommerzielle Werbung GAR NICHT erlaubt.

Solltest Du das nicht apzeptieren und weitere ähnliche Beiträge hier auftauchen, wird es für Dich als Konsequenz eine Forumsperre geben. Admin
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Re: Gibt es Hochsensibilität wirklich?

Beitragvon Doro » Di 23. Jun 2020, 15:28

Wie TaKat schon schrieb, habe ich mir das auch schon anhören müssen, das HS eine Modeerscheinung ist. Von daher rede ich da gar nicht mehr mit anderen drüber, es sei denn, ich hätte den Eindruck, dass mein Gesprächspartner auch HS ist.

Und ja, es gibt Hochsensibilität.
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Re: Gibt es Hochsensibilität wirklich?

Beitragvon TaKat » Mi 24. Jun 2020, 13:23

Claudia hat geschrieben:@ Takat war das das Video, welches ich da oben eingestellt habe?


Ich hab mein "Ich hab das Video nicht gesehen" auf den Link von oben bezogen, ja.

Das drunter auf den Kommentar der darunter stand.
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Re: Gibt es Hochsensibilität wirklich?

Beitragvon TaKat » Mi 24. Jun 2020, 13:27

DesdiNova hat geschrieben:Hi Takat,

TaKat hat geschrieben:Selbst wenn Psychologen es bestreiten, es gibt doch viele die es spüren und dem "Konzept" der Hochsensibilität entsprechen und sich zugehörig fühlen.


Möchte bei deinem Rundumschlag gegen Psychologen kurz anmerken, dass es in meinem Fall ein Psychologe war, der Merkmale von HS bei mir gesehen hat und mich in das Thema eingeführt hat. Die "Erfinderin" von HS, Elaine Aaron, ist ebenfalls Psychologin.


Ich habe mich darauf bezogen, dass es in dem Bereich des Kollegen so ist. Ich habe nicht alle Psychologen gemeint, da mir klar ist, dass es viele unterschiedliche gibt und jeder andere Qualitäten hat.

Es freut mich, dass dir ein Psychologe helfen konnte und dich auf das Thema aufmerksam gemacht hat.
Was ich mich frage ist ob die Psychologen die sich mit dem Thema beschäftigen so wie wir es sehen (keine Krankheit, eine Charaktereigenschaft, die Symptome die wir wahrnehmen,...) selber HSP sind, oder ob sie anderes gelehrt bekommen. Denn anscheinend gibt es ja Unterschiede.
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Re: Gibt es Hochsensibilität wirklich?

Beitragvon TaKat » Mi 24. Jun 2020, 13:39

Doro hat geschrieben:Wie TaKat schon schrieb, habe ich mir das auch schon anhören müssen, das HS eine Modeerscheinung ist.


Ich finde es "gut", dass ich nicht die einzige bin, der das passiert ist. Was meine ich damit? Naja, wenn es ein Einzelfall wäre, dann habe ich Pech gehabt, Doro zeigt aber was ich vermute, nämlich, dass das generell eine Ansicht von einigen Menschen ist. Natürlich ist es nicht gut, aber es beweist, dass mehrere Menschen dieser Ansicht sind und nicht ein paar Einzelpersonen.

Doro hat geschrieben:Von daher rede ich da gar nicht mehr mit anderen drüber, es sei denn, ich hätte den Eindruck, dass mein Gesprächspartner auch HS ist.


Bei mir ist es sehr ähnlich. Ich achte sehr darauf wem ich davon erzähle und wem nicht. Ich wäge das oft in Gesprächen ab und entscheide mich dann meist dagegen. Wenn ich diese Erfahrung damals nicht gemacht hätte, dann würde ich offener darüber reden können und mehr Leute würden davon erfahren.

Ich bin mir bis heute nicht sicher ob es positiv wäre, wenn alle Menschen, oder viele das Thema Hochsensibilität kennen. Einerseits könnten wir dann offener leben, andererseits könnten dann Leute denken wir sagen das nur um anders behandelt zu werden, oder Vorteile daraus zu haben. "Hat einen Grund ein Einzelbüro zu haben. Hat einen Grund nicht auf die Party mitzukommen. Kann sich schneller von unangenehmen Situationen entfernen. Bekommt mehr Aufmerksamkeit. Bekommt bessere Arbeitsbedingungen (Licht, Lärm, andere Reize),..." Das sind alles nicht Sachen die ich kenne, aber ich denke so etwas könnte dann auf uns zukommen. Wir wären also vielleicht nicht mehr geschützter, sondern eher verachtet, oder man würde meinen wir sagen das nur als Ausrede. Vielleicht ist es besser unentdeckt zu leben und die paar negativen Sprüche von anderen zu ertragen, als allen zu sagen "Wer man ist". Sind wir geschützter als angepasstes unentdecktes Wesen, oder, wenn wir uns "outen" (mir fällt kein anderes Wort in dem Zusammenhang ein) und zu riskieren auf noch mehr Kritik zu stoßen?

Was denkt ihr?
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Re: Gibt es Hochsensibilität wirklich?

Beitragvon DesdiNova » Mi 24. Jun 2020, 18:07

Hi TaKat,

TaKat hat geschrieben:Ich habe mich darauf bezogen, dass es in dem Bereich des Kollegen so ist. Ich habe nicht alle Psychologen gemeint, da mir klar ist, dass es viele unterschiedliche gibt und jeder andere Qualitäten hat.


Danke für die Erklärung.

TaKat hat geschrieben:Es freut mich, dass dir ein Psychologe helfen konnte und dich auf das Thema aufmerksam gemacht hat.
Was ich mich frage ist ob die Psychologen die sich mit dem Thema beschäftigen so wie wir es sehen (keine Krankheit, eine Charaktereigenschaft, die Symptome die wir wahrnehmen,...) selber HSP sind, oder ob sie anderes gelehrt bekommen. Denn anscheinend gibt es ja Unterschiede.


Ich habe jetzt nicht Psychologie studiert, aber andere Fächer. Und auch in der Psychologie-Fachliteratur ein wenig gestöbert.

Aus dieser Erfahrung würde ich deine Frage so beantworten, dass es DIE EINE Lehrmeinung nicht gibt. Zum Thema Hochsensibilität genauso wenig, wie zu den meisten anderen Themen auch. Es gibt verschiedene Strömungen, verschiedene Ansätze; jeder Professor und jede Uni hat ihre eigenen Schwerpunkte.

Ein Beispiel aus der Geschichtwissenschaft zeigt das ganz gut: Bei so etwas grundlegendem wie der Periodisierung der menschlichen Geschichte gehen die Lehrmeinungen von Uni zu Uni schon massiv auseinander. Die Einen sagen, die Vormoderne hat mit der Landung von Kolumbus in Amerika begonnen (1492), die Anderen nennen andere Daten und Ereignisse. Manche sehen alles eher dynamisch, während einige Unis eine sehr straffe Periodisierung bevorzugen und vermitteln.

Und dann kommt auch noch der Rezipient, der oder die Studierende, zu der Gleichung hinzu. Es gibt Studenten, die alles ungefragt abnicken, was die Dozenten vortragen, und es gibt Studenten, die Dinge hinterfragen und z.B. auch andere Darstellungen lesen, als die für einen Kurs ausgewählten Quellen (vom Dozenten ausgewählt wohlgemerkt).

TaKat hat geschrieben:Ich finde es "gut", dass ich nicht die einzige bin, der das passiert ist. Was meine ich damit? Naja, wenn es ein Einzelfall wäre, dann habe ich Pech gehabt, Doro zeigt aber was ich vermute, nämlich, dass das generell eine Ansicht von einigen Menschen ist. Natürlich ist es nicht gut, aber es beweist, dass mehrere Menschen dieser Ansicht sind und nicht ein paar Einzelpersonen.


Das kann ich nur bestätigen: Es gibt haufenweise Leute, die HS kritisch bis abwertend gegenüber stehen. Eigentlich finden sich unter jedem Artikel zu HS in den gängigen Medien sehr viele solcher Kommentare. Oder auch bei YouTube in der Kommentarspalte bei entsprechenden Videos.

Ich frage mich jetzt nur, ob das ein Grund sein kann, deshalb nicht mehr dafür einzustehen. Ich glaub' es gibt bei wirklich jedem Thema Menschen, die dagegen sind und Kritik üben. Das kann man auch wieder bei YouTube etc. beobachten. Zeigt mir mal ein Video ohne Dislikes; also ich habe noch nie ein stark frequentiertes Video ohne Dislikes gesehen.

Das soll jetzt nicht bedeuten, dass man bei jeder Gelegenheit seine Ansichten bis aufs Blut verteidigen soll, aber bei Dingen die einem wichtig sind, was bei HS wohl für die meisten hier der Fall ist, sollte man die Kritiker nicht ohne Gegenrede den Diskurs bestimmen lassen (meine Meinung).

TaKat hat geschrieben:Ich bin mir bis heute nicht sicher ob es positiv wäre, wenn alle Menschen, oder viele das Thema Hochsensibilität kennen. Einerseits könnten wir dann offener leben, andererseits könnten dann Leute denken wir sagen das nur um anders behandelt zu werden, oder Vorteile daraus zu haben. "Hat einen Grund ein Einzelbüro zu haben. Hat einen Grund nicht auf die Party mitzukommen. Kann sich schneller von unangenehmen Situationen entfernen. Bekommt mehr Aufmerksamkeit. Bekommt bessere Arbeitsbedingungen (Licht, Lärm, andere Reize),..." Das sind alles nicht Sachen die ich kenne, aber ich denke so etwas könnte dann auf uns zukommen. Wir wären also vielleicht nicht mehr geschützter, sondern eher verachtet, oder man würde meinen wir sagen das nur als Ausrede. Vielleicht ist es besser unentdeckt zu leben und die paar negativen Sprüche von anderen zu ertragen, als allen zu sagen "Wer man ist". Sind wir geschützter als angepasstes unentdecktes Wesen, oder, wenn wir uns "outen" (mir fällt kein anderes Wort in dem Zusammenhang ein) und zu riskieren auf noch mehr Kritik zu stoßen?

Was denkt ihr?


Ich denke man sollte auch für seine Bedürfnisse unbedingt einstehen. Oft hilft dabei auch ein wenig Humor. Andere Menschen haben auch ihre Eigenheiten und die kann man dann mit einem Augenzwinkern zur Sprache bringen, wenn die eigenen Bedürfnisse bagatellisiert werden.

Ich glaub' was viele Menschen in der Tat nicht so gern haben, ist, wenn man das Ganze dann großflächig erklären will, mit welcher Begründung auch immer.

Beispiel

Statt zu sagen:
"Können wir bitte das Licht etwas dimmen, aufgrund meiner Hochsensibilität empfinde ich Licht im Allgemeinen heller als der Durchschnitt."

...würde ich es als Ich-Botschaft verpacken:
"Können wir bitte das Licht etwas dimmen, MIR ist das zu hell."

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Re: Gibt es Hochsensibilität wirklich?

Beitragvon Claudia » Do 25. Jun 2020, 00:50

Hallo TaKat!
TaKat hat geschrieben: Einerseits könnten wir dann offener leben, andererseits könnten dann Leute denken wir sagen das nur um anders behandelt zu werden, oder Vorteile daraus zu haben. "Hat einen Grund ein Einzelbüro zu haben. Hat einen Grund nicht auf die Party mitzukommen. Kann sich schneller von unangenehmen Situationen entfernen. Bekommt mehr Aufmerksamkeit. Bekommt bessere Arbeitsbedingungen (Licht, Lärm, andere Reize),..."
Zumindest um entsprechende Arbeitsbedingungen zu erhalten, wenn Du nicht gerade einen besonders besonders empatischen Chef hat, braucht es ja eine Diagnose, dann einen unter Umständen einen entsprechenden GdB. Ob das soweit kommt?

Andererseits sehe ich das mit dem "nicht auf Party gehen wollen" relativ entspannt. Das kannst Du ja selber entscheiden und gehst einfach nicht hin.
Unangenehme Siituationen wird es immer im Leben geben, da läßt es sich wohl generell wenig bis gar nicht von befreien. Und dann gibt es ja noch als Beispiel diese paradoxen Verhaltensweisen, dass man einerseits ein geräuschloses Büro möchte und andererseits zig Konzerte besuchen kann. Wie soll das mit Hochsensibilität erklärt werden?
Herzliche Grüsse!
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Re: Gibt es Hochsensibilität wirklich?

Beitragvon Claudia » Do 25. Jun 2020, 01:02

Hallo DesdiNova!
DesdiNova hat geschrieben: Die Einen sagen, die Vormoderne hat mit der Landung von Kolumbus in Amerika begonnen (1492), die Anderen nennen andere Daten und Ereignisse. Manche sehen alles eher dynamisch, während einige Unis eine sehr straffe Periodisierung bevorzugen und vermitteln.
Ja, das kenne ich auch sehr gut!
Ich frage mich jetzt nur, ob das ein Grund sein kann, deshalb nicht mehr dafür einzustehen.
:super:


Beispiel

Statt zu sagen:
"Können wir bitte das Licht etwas dimmen, aufgrund meiner Hochsensibilität empfinde ich Licht im Allgemeinen heller als der Durchschnitt."
Für mich ist dieses Beispiel so ein Punkt wie es denn nachweisbar sein soll, dass jemand das wirklich anders empfindet als andere? Wie findet man die Grenze zwischen "normal" und "hyper"? Und dieses Problem werden wir hier an vielen Ecken und Enden vorfinden.

Das ist so ein Kritikpunkt von mir.
Herzliche Grüsse!
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